Definition: Biometrisches Risiko
 
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1. Begriff: Ereignisse, die mit grundlegenden Veränderungen der biologisch bedingten Lebensverhältnisse einhergehen, also z.B. Tod, Invalidität, Geburt eines Kindes, Auftreten einer (bestimmten) Erkrankung, Eintritt von Pflegebedürftigkeit.

2. Merkmale:
In der Versicherungswissenschaft steht der Begriff Biometrie nicht für die möglichst eindeutige Vermessung und Charakterisierung eines Individuums durch eine Gruppe körperlicher Merkmale (Fingerabdruck, Iris, DANN etc.), sondern ist der Oberbegriff für eine Gruppe von Risiken, die eng mit dem Lebensablauf zusammenhängen und über deren Eintrittswahrscheinlichkeiten in Abhängigkeit von verschiedenen Kriterien umfangreiches statistisches Material vorliegt.

3. Anwendungszwecke:
In der Personenversicherung sind Leistungsverpflichtungen i.d.R. an den Eintritt von B. gebunden. Die Analyse ihrer Eintrittswahrscheinlichkeiten, ihrer Veränderungen im Zeitablauf (Trends) und der sie bestimmenden Risikokriterien ist daher fundamentale Voraussetzung für die Beitragskalkulation und die Reservebewertung.

4. Ähnliche Begriffe:
Häufig werden dem Begriff auch das Nicht-Eintreten oder der Wegfall eines originären B. zugeordnet. Beispielhaft seien genannt: das Erlebensfallrisiko (Nicht-Eintreten des Todes in einem bestimmten Zeitpunkt), das Langlebigkeitsrisiko (Überschreiten eines bestimmten Lebensalters) oder das Re-Aktivierungsrisiko (Beendigung einer Invalidität oder Pflegebedürftigkeit).

 

 
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DER HERAUSGEBER
Prof. Dr. Fred Wagner ist Inhaber des Lehrstuhls für Versicherungsbetriebslehre an der Universität Leipzig als auch Vorstand des dortigen Instituts für Versicherungswissenschaften. Prof. Wagner ist Mitglied im Fachbeirat der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Versicherungen im Deutschen Rechnungslegungs-Standards-Committee. Seine Forschungsschwerpunkte sind insbesondere Rechnungswesen im Versicherungsunternehmen (incl. IAS/IFRS), Versicherungscontrolling, Risk Management und Wertorientierte Steuerung im Versicherungsunternehmen.
 
DIE AUTOREN
Norbert Heinen
Vorstandvorsitzender
Württembergische Lebensversicherung AG, Stuttgart

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