Willkommen im Gabler Versicherungslexikon



Versicherungslexikon

Qualitätsgeprüftes Wissen + vollständig Online + kostenfrei: Das ist das Gabler Versicherungslexikon auf versicherungsmagazin.de

Jetzt neu: Die 2. Auflage wurde komplett überarbeitet und um über 400 neue Begriffe ergänzt.

Eigenmittel

Ist-Solvabilität.



1. Begriff: Aufsichtsrechtlich anerkannte Mittel zur Sicherstellung der dauernden Erfüllbarkeit der Versicherungsverträge. Die Eigenmittel müssen stets mindestens in Höhe der Solvabilitätskapitalanforderung zur Verfügung stehen.



2. Merkmale: Die Eigenmittel setzen sich nach § 89 VAG aus den Basiseigenmitteln und den ergänzenden Eigenmitteln zusammen. Zur Bedeckung der Solvabilitätskapitalanforderung haben Versicherungsunternehmen stets über anrechnungsfähige Eigenmittel in entsprechender Höhe zu verfügen. Die Mindestkapitalanforderung (Minimum Capital Requirement (MCR)) muss stets mit anrechnungsfähigen Basiseigenmitteln bedeckt sein (§ 122 VAG).



3. Abgrenzungen: Der Eigenmittelbegriff wird vorwiegend aus aufsichtsrechtlicher Sicht verwendet, während der Begriff Eigenkapital bilanziell geprägt ist und der Begriff Risikokapital eine betriebswirtschaftliche Perspektive einnimmt.

Autor(en): Professor Dr. Heinrich R. Schradin

 

260px 77px

ThemenSpecial

alle Themenspecials