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Economic Value Added (EVA®)

1. Begriff: Performance-Maß, das von der Unternehmensberatung Stern Stewart & Co. entwickelt wurde, in vielen Unternehmen eingesetzt wird und ähnlich dem Risk-Adjusted Return on Capital (RAROC) den Beitrag eines Unternehmensbereichs zur Steigerung des Unternehmensgesamtwerts bzw. die Performance eines gesamten Unternehmens in einer bestimmten Zeitperiode messen will (siehe auch Performance-Messung). Der EVA® berechnet sich als Überschuss des (erwarteten oder realisierten) Gewinnbeitrags eines Unternehmensbereichs (bzw. des Gesamtunternehmens) über die diesem Bereich zugeordneten Eigenkapitalkosten (bzw. Eigenkapitalkosten des Gesamtunternehmens). Diese ergeben sich aus dem (ggf. dem Bereich zugeordneten) Eigenkapital multipliziert mit einem Kapitalkostensatz.



2. Merkmale: Das EVA®-Konzept ist unter bestimmten Bedingungen mit dem theoretisch fundierten Kapitalwertkalkül vereinbar. Für die konstitutiven Elemente Gewinnbeitrag, Kapitalkostensatz und (zugeordnetes) Eigenkapital gibt es realiter hinsichtlich des Ansatzes Ermessensspielräume. Insbesondere hinsichtlich der Zuordnung des Eigenkapitals auf einzelne Unternehmensbereiche (siehe Kapitalallokation) wird in der Literatur eine Vielzahl von Verfahren vorgeschlagen.



3. Ziele und Zwecke: Das EVA®-Konzept wird zur Planung und Kontrolle von Investitionen, zur Produktkalkulation, zur Beurteilung von Auf- und Abbauentscheidungen in Unternehmensbereichen, zur Beurteilung der risikoadjustierten Wertentwicklung eines Gesamtunternehmens und als Grundlage für die Managementvergütung eingesetzt.

Autor(en): Professor Dr. Helmut Gründl

 

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