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Versicherungslexikon

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Jetzt neu: Die 2. Auflage wurde komplett überarbeitet und um über 400 neue Begriffe ergänzt.

Risikoarten

Schadenursachenkomplexe, die zu einzelnen Klassen von verwandten Schadenursachen zusammengefasst und gegenseitig voneinander abgegrenzt werden. Je nach Abgrenzung, Grad der Differenzierung sowie Fokus der Analyse kann diese Klassifizierung in unterschiedlicher Art und Weise vorgenommen werden. Wird der Fokus auf die Risiken von Versicherungsunternehmen gerichtet, ist es auf der obersten Differenzierungsebene zweckmäßig, leistungs- und finanzwirtschaftliche sowie versicherungstechnische Risiken zu unterscheiden. Im Rahmen einer weiteren Differenzierung können die leistungswirtschaftlichen Risiken weiter in Betriebsrisiken (inkl. operationellen Risiken) und Absatzrisiken, die finanzwirtschaftlichen Risiken in Marktrisiken, Kreditrisiken und Risiken immaterieller Vermögenswerte sowie schließlich die versicherungstechnischen Risiken in Risiken der Lebensversicherung, der Krankenversicherung und der Schaden?/Unfallversicherung unterteilt werden. Entsprechend weitergehende Differenzierungen sind möglich. Bspw. wird im Rahmen der nach Solvency II vorgeschriebenen Risikohierarchie im Bereich der Marktrisiken nach Zins-, Aktien-, Immobilien-, Spread-, Fremdwährungs-, Konzen­trations- sowie Illiquitätsprämienrisiko, im Bereich versicherungstechnisches Risiko Leben nach Sterblichkeits-, Langlebigkeits-, Invaliditäts-, Storno-, Kosten-, Revisions- sowie Katastrophenrisiko und im Bereich versicherungstechnisches Risiko Nicht-Leben nach Prämien- und Reserve-, Storno- sowie Katastrophenrisiko unterschieden.

 

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