"Das Zusammenwachsen auf der Kundenseite zeichnet die W&W aus"

links Professor Fred Wagner, rechts Thomas Bischof Vorstandsvorsitzender der Württembergischen Versicherung AG und Württembergischen Lebensversicherung AG
740px 535px

Was ist die W&W Gruppe? Eine Bausparkasse mit angehängter Versicherungsabteilung? Ein Versicherungskonzern mit angehängter Bausparkasse? Ein integrierter Allfinanzkonzern oder eine zufällige Anhäufung von Finanzdienstleistern? Fred Wagner, Professor für Versicherungsbetriebslehre an der Universität Leipzig und Gastgeber des Videomagazins #fredwagner fühlte in der dreizehnten Ausgabe des Magazins Thomas Bischof, dem Vorstandsvorsitzenden der Württembergischen Versicherung AG und der Württembergischen Lebensversicherung AG auf den Zahn.

Zufällig sei die Zusammenstellung nicht, entgegnete Bischof. Denn es gebe ja eine Leitidee, der sich sein Haus verschrieben habe. "Die Leitidee ist die des Vorsorgespezialisten und die ist inhärent kundenorientiert", so der Vorstandsvorsitzende. Das Zusammenspiel von Bausparkasse und Versicherer, wenn es beispielsweise um das Thema langfristige Altersvorsorge gehe, funktioniere unglaublich gut. Wenn man mit Kunden über Altersvorsorge spreche, "differenzieren wir in unserem Beratungsansatz nicht mehr zwischen den verschiedenen Dimensionen", so Bischof weiter. Im Unternehmen gebe es Versicherungsvermittler, die erfolgreich Investmentprodukte verkauften und Bausparvermittler, die viel im Bereich Lebensversicherung machten. "Das heißt, das Zusammenwachsen auf der Kundenseite, ist das, was die W&W auszeichnet", so seine Einschätzung.

Wo liegen Schwächen?

Bei seinem Eintritt in die Gruppe im Juli 2017 habe er ein Unternehmen vorgefunden, in dem viele sehr engagierte Menschen über sehr tiefe und fundierte Fachkompetenz verfügen. Das zeige sich beispielsweise am Erfolg im Firmenkundengeschäft im vergangenen Jahr: "Wir haben durchgängig in der ganzen Wertschöpfungskette Vermittler, Underwriter und Menschen in den Fachsparten, die in der Lage sind, komplexeste Risiken zu bewerten und dann Lösungen zu finden, für Probleme die der Kunde offensichtlich hat".

Die W&W-Gruppe habe ihn nicht nur geholt, weil sie nur Stärken habe, hakte Wagner im Interview nach und wollte wissen, wo er Schwächen im Unternehmen sehe. Bischof erläuterte, dass man als Unternehmen eigentlich klein genug sei, um Entscheidungen innerhalb eines Tages zu treffen. Häufig genug fühle man sich aber wie ein internationaler Großkonzern mit langen Abstimmungsprozessen. Hier wolle er die Fähigkeiten stärken, an allen Stellen an denen Kundenkontakt stattfinde, schnell zu entscheiden und die Chancen eines mittelgroßen Unternehmens zu nutzen. Die wesentliche Voraussetzung dafür sei noch mehr Kompetenz dorthin zu bringen, wo die Information und der Kontakt zum Kunden sei, zum Vertrieb und den Sachbearbeitern.

Das heiße auch Entscheidungskompetenz zu delegieren, so Wagner. "Absolut. Das bedeutet genau das", stimmte Bischof zu. Als Vorstand wolle er einen Rahmen setzen und dann darauf vertrauen, dass die Mitarbeiter so viel Kompetenz haben, dass sie richtig und kundenorientiert entscheiden.

Das komplette Interview sehen Sie hier


Mehr zu Württembergische

Alle Branche News