Die künftige Maklerstrategie der Gothaer: Mehr fördern, mehr fordern

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Bei Xing, Whatsapp und facebook mischen alle kräftig mit, aber nur wenige wirklich erfolgreich. „Diese Kanäle sind nicht der Weg, über den lukratives Geschäft läuft. Der menschliche Kontakt ist wichtig“, ist jedenfalls Ulrich Neumann (siehe Bild rechts), Leiter Vertriebsweg Makler der Gothaer überzeugt. Und hier möchte der Versicherer noch stärker werden.

Der Versicherer mit Sitz in Köln möchte sich noch breiter in der Vertriebsunterstützung engagieren, die Segmente Verkaufsförderung und Marketing im Haus ausbauen sowie den Maklerservice vorantreiben. Das bedeutet unter anderem, dass das Unternehmen sich künftig noch vehementer für eine störungsfreie Schadenabwicklung einsetzen möchte, einen verbesserten Abwicklungsservice anbieten will, neue Vertriebskonzepte entwickelt, Aktionsunterstützung leistet sowie die Qualifizierung und Schulung der Mitarbeiter noch stärker im Blick hat.

Maklerbetreuer soll künftig näher am Makler sein
„Makler wollen auf Augenhöhe mit Ihren Betreuern verhandeln, sie wollen auch selbst zeichnen. Sie wollen bevollmächtigt sein, selbst zu entscheiden. Und sie wollen Experten, Underwriter vor Ort haben“, hat der Makler-Vorstand festgestellt und dies so bei der 6. Vertriebskonferenz des Instituts für Versicherungswissenschaften an der Universität Leipzig den Zuhörern präsentiert.
Diesem Wunsch will der Versicherer in Zukunft noch stärker entsprechen und der Maklerschaft Antworten liefern unter anderem auf Fragen, wie er noch (besser) mit Beschwerden umgeht und ihm Anregungen geben, was er in Zukunft noch besser machen kann.
Und: Die Maklerbetreuer der Gothaer sollen ihre Aktivitäten fokussieren, das heißt, dass sie eine stringente(re) Marktbearbeitung betreiben und ihre Nähe zum Makler ausbauen sollen.

Ein weiteres Segment möchte das Versicherungsunternehmen gleichfalls ausbauen: Die Bewertung von Maklerbeständen. Hier sieht es gute Wachstumschancen für sich.

Vertrieb muss auch seinen Beitrag leisten
Diese neue Strategie bedeutet aber auch, dass der Konzern seine Anforderungen an die Makler nach oben schraubt und „eine Konzentration auf die Guten“ anstrebt, die dezentral gesteuert werden sollen. Top-/Premium-Pools und Vertriebe sollen dagegen zentral gesteuert werden.

Und über allem schwebt natürlich das Damoklesschwert der „Kostenreduktion und Effizienzsteigerung“, so dass auch „der Vertrieb seinen Beitrag leisten muss“, um die strategischen Ziele des Unternehmens zu erreichen und die Wettbewerbsfähigkeit des Versicherers in Zukunft zu sichern. Die Zukunft wird zeigen, was dies genau bedeutet.

Bildquelle: Meris Neininger

Autor(en): Meris Neininger

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