DKM-Elefantenrunde: Vermittler weiter unverzichtbar

Von links: Alexander Vollert, Achim Kassow, DKM-Messechef Konrad Schmidt, Markus Faulhaber, Armin Zitzmann sowie Moderator Marc Surminski
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Die Themen Digitalisierung, Provisionsdeckel, verändertes Kundenverhalten und die Nachwuchsprobleme der Branche waren die Themen der diesjährigen Runde der Vorstände der großen Versicherer Allianz, Ergo, Axa und Nürnberger, kurz genannt "Elefantenrunde".

Dass die persönliche Beratung trotz aller Digitalisierung in der Branche weitgehend Bestand haben wird, war einhellige Meinung von Markus Faulhaber, Vorstandschef der Allianz Deutschland, Achim Kassow, Vorstandschef der Ergo, Alexander Vollert, Vorstandschef von Axa, und Armin Zitzmann, Vorstandschef der Nürnberger.

"Versicherungen kaufen macht keinen Spaß"

So meinte Zitzmann: "Bei aller Digitalisierung: Keiner will Versicherungen kaufen, weil es keinen Spaß macht." Auch Vollert glaubt, dass in weiten Teilen die Produkte beratungsintensiv seien.

Für Faulhaber werden Robo-Advisor und digitale Assistenten zur Leadgenerierung eingesetzt werden, aber die persönliche Beratung bei komplexen Produkten nicht ersetzen können. Und Kassow war der Weg wichtig, wie die Kunden überhaupt zum persönlichen Kontakt mit den Vermittlern kommen.

Maschinen können Menschen nicht ersetzen

Faulhaber von der Allianz kann sich nicht vorstellen, dass Menschen über Programme wie Alexa langfristige Versorgungsverträge abschließen. Bei einfachen Produkten wie einer Reiseversicherung sei dies vorstellbar.

Ergo-Chef Kassow stellte sich die Frage, ob Menschen wirklich ihre persönlichen Daten einer künstlichen Intelligenz anvertrauen wollen. Vollert von der Axa meinte, dass sich Prozesse sehr gut digitalisieren ließen, etwa bei der Berechnung der Rentenlücke des Kunden. Von Insurtechs könne man lernen, meinte Zitzmann von der Nürnberger. Sie seien sehr schnell und erlaubten sich, auch Fehler zu machen.

Autor(en): Bernhard Rudolf

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