"Finanzielle Heimat" für Unzufriedene und Macher

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Das Startup „Moneymeets" sieht sich selbst als „die digitale Alternative zur Bank- und Versicherungsberatung“. Außerdem werben sie für sich als ein „soziales Netzwerk“, mit dessen Hilfe Menschen ihre Entscheidungen, Konditionen und die Übersicht über ihre Finanzgeschäfte optimieren können sollen. Und sie sind ein Maklerunternehmen. Nachfolgend ein Interview mit einem der Lenker von Moneymeets.

VM: Was war der Auslöser für Sie, Ihren „digitalen Finanzmarktplatz“ ins Leben zu rufen?
Dieter Fromm: Johannes Cremer und ich waren jeweils mehr als 20 Jahre im klassischen Bankgeschäft tätig. Ende 2010 fragte er mich, ob ich glaube, dass die Beratung der Bankkunden in fünf Jahren wieder genauso erfolgreich funktionieren könne, wie vor der Finanzkrise. Nach der Lehman-Pleite war das Vertrauen in die Geldhäuser erschüttert. Und schon damals informierten sich immer mehr Menschen im Internet. Uns war schnell klar, dass es Bedarf bei Anlegern gibt, gute Finanzprodukte bei niedrigeren Kosten online zu finden.

Dennoch blieben Banken und Versicherer „innovationsfreie Zonen“ ohne wirkliche Weiterentwicklung im digitalen Vertrieb. Aus diesem Grund haben wir den digitalen Finanzmarktplatz Moneymeets gegründet. Ende 2012 gingen wir live. Wir sind das erste Finanzportal, bei dem Mitglieder sämtliche Finanzprodukte einbinden können, die sie schon haben und sich so einen Überblick verschaffen, bevor sie Finanzentscheidungen treffen.

VM: Ihre Mitglieder wünschen sich die „Verbesserung ihrer eigenen Finanzen“. Können Sie dies konkretisieren?
Wer bei uns auf die Webseite kommt, ist oft unzufrieden mit der Beratung von Banken und Vermittlern. Er hat sich meist entschieden, sich selbst um sein Geld zu kümmern - und will natürlich erst einmal Kosten bei Fonds und Versicherungen sparen. Denn das erhöht gerade in Zeiten der Minizinsen die Renditechancen. Es sind daher wichtige Argumente, dass wir auch bei laufenden Versicherungspolicen 50 Prozent der Bestandsprovisionen erstatten und dass unsere Mitglieder sich beim Fondskauf nicht nur Ausgabeaufschläge sparen, sondern sich zudem einen Teil der jährlichen Verwaltungsgebühr erstatten lassen können.

VM: Die Anzahl Ihrer Mitbewerber wird stetig größer. Wie unterscheiden Sie sich von diesen?
Es werden tatsächlich immer mehr Fintechs gegründet. Die Mehrzahl bietet nur einzelne Finanzdienstleistungen an, beispielsweise im Zahlungsverkehr. Wir glauben allerdings nicht, dass Kunden in einigen Jahren zehn oder mehr Finanz-Apps – für jede Finanzdienstleistung oder Versicherung eine - auf ihren Handys haben möchten und bieten daher eine vollständige „finanzielle Heimat“ auf einem Finanzportal an. Zurzeit gibt es noch keinen Mitbewerber mit einer vergleichbaren Leistung. Zusätzlich sind wir Preisführer bei Wertpapierdepots, Investmentfonds und Versicherungen. Wir sind ein unabhängiger Finanzmarktplatz.

VM: Wann wünschen sich Ihre Kunden eine persönliche Beratung und in welchem Umfang können Sie diese leisten?
Wer bei uns Mitglied wird, hat meist Beratungstermine bei der Hausbank oder beim Versicherungsvermittler absolviert und war danach unzufrieden. Eine digitale Alternative zur klassischen Anlageberatung ist vor allem im Fondsbereich unsere Community. Hier können Mitglieder Anlagestrategien veröffentlichen. Andere können den veröffentlichten Strategien anderer Mitglieder folgen und sich somit Anregungen zur Verbesserung ihrer eigenen Entscheidungen holen. Im Versicherungsbereich hingegen können unsere Kunden auch auf qualifizierte Fachberater zurückgreifen, die per Mail, Telefon oder Chat erreichbar sind.

Das Interview führte Meris Neininger.

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Bildquelle: © Frank Peters / fotolia

Autor(en): versicherungsmagazin.de

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