Frauen: Mühsamer Weg nach oben

Der Anteil weiblicher Bewerber auf Positionen im mittleren Management mit einem Gehaltsgefüge von 50.000 bis 130.000 Euro im Jahr steigt zwar nicht rasant, aber stetig. Eine interne Untersuchung der Personalberatung Michael Page ergab, dass die Bewerberinnenanzahl von November 2010, als die letzte Erhebung stattfand, von 25,53 Prozent auf 30,88 Prozent gestiegen ist. Ausgewertet wurden 150.000 Bewerbungen aus diesem Zeitraum.

"Im Rahmen des anhaltenden Fachkräftemangels in Deutschland ist diese Tendenz mehr als erfreulich", sagt Goran Baric, Geschäftsführer für Michael Page Deutschland. Nach wie vor ist der Anteil weiblicher Bewerber im gesamten Bereich der Finanzen und des Controlling niedrig und entsprechend auch nur moderat von 30,38 Prozent 2010 auf 30,93 Prozent im Jahr 2011 gestiegen. Der Frauenanteil bei Positionen in diesem Bereich mit einem Jahresgehalt von unter 50.000 Euro ist mit 51,93 Prozent nicht nur deutlich höher sondern im Vergleich zu 2010 mit 50,91 Prozent auch leicht gestiegen.

Stark angezogen haben hingegen die Bereiche Vertrieb und Marketing sowie das Ingenieurwesen. Im Bereich Vertrieb und Marketing steigt der Anteil weiblicher Bewerber von 26,09 Prozent 2010 auf 29,09 Prozent 2011. Im Ingenieurswesen waren es 2010 10,69 Prozent, 2011 sind es 12,04 Prozent. Als Begründung für diesen Aufwärtstrend sieht Baric die Auswirkungen der Diskussion um die Frauenquote: "Ganz offensichtlich eröffnen sich immer mehr Perspektiven für qualifizierte Bewerberinnen", lautet seine Einschätzung.

Nahezu unverändert im Vergleichszeitraum verdienten Frauen etwa auf Positionen in Finanzabteilungen der Unternehmen wie als Controller oder Leiter Rechnungswesen durchschnittlich 10.000 Euro weniger als ihre männlichen Berufskollegen. Das durchschnittliche Einkommen lag 2010 bei 78.000 Euro bei Männern und 68.000 Euro bei Frauen. 2011 bleibt der Gehaltsunterschied und die Gehaltshöhe in etwa gleich bei 77.000 Euro für Männer und 66.000 Euro für Frauen. "Die Tendenz im Fixgehalt geht allerdings bei Frauen wie bei Männern nach oben", so die Einschätzung Barics.

Quelle: Michael Page
Bild: © Gerd Altmann/Silhouettes/

Autor(en): versicherungsmagazin.de

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