Geschäftszahlen 2013: PKV ist mit sich zufrieden

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Die privaten Krankenversicherer haben ihre Geschäftszahlen für 2013 veröffentlicht. Insgesamt ist das Neugeschäft der privaten Krankenversicherung (PKV) gestiegen in der Krankenvollversicherung war es allerdings leicht rückläufig.

8.890.100 Vollversicherungsverträge hatten die Verbandsmitglieder 2013 im Bestand, 66.200 weniger als im Vorjahr (-0,74 Prozent). Die Anzahl der Pflegversicherungspolicen ist ebenfalls leicht gesunken um 0,85 Prozent auf 9.537.500 Stück. Der Bestand an Zusatzversicherungen konnte hingegen zulegen, um 1,97 Prozent auf 23.524.500 Verträge.

Sondereffekte dämpften Neugeschäft

Zwei Sondereffekte haben nach Ansicht des Verbandes mit dazu beigetragen, dass das Neugeschäft 2013 erneut leicht rückläufig war: So sei der Wechsel von Versicherten in die gesetzliche Krankenversicherung in diesem Jahr besonders hoch ausgefallen, weil die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten aufgrund der guten Lage am Arbeitsmarkt im Vergleich zu 2012 noch weiter gestiegen sei. Zu ihnen zählten auch viele ehemals Selbstständige, die eine Anstellung unter der Versicherungspflichtgrenze angenommen hätten und sich deshalb zwangsläufig gesetzlich hätten versichern müssen. Zugleich hätte die Abkehr von so genannten Billigtarifen den Neuzugang gedämpft.

Die Beitragseinnahmen der PKV sanken in der Vollversicherung leicht um 0,46 Prozent auf 25,7 Milliarden Euro. In der Pflegeversicherung stiegen die Beitragseinnahmen um 2,56 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro und die Zusatzversicherungen legten an Beiträgen um 5,24 Prozent zu, auf 7,4 Milliarden Euro. Insgesamt erhöhten sich die Beiträge 2013 um 0,8 Prozent auf 35,9 Milliarden Euro.

Geförderte Pflegzusatzversicherungen beliebt

Bei den privatenPflegezusatzversicherungen waren die erst im vergangene Jahr eingeführten geförderten Produkte bei den Kunden besonders beliebt. 353.600 Menschen entschieden sich für geförderte Neuverträge, doppelt so viele wie die Neuzugänge in der ungeförderten Pflegezusatzversicherung mit 168.600 Verträgen.

Die PKV-Unternehmen konnten ihre Alterungsrückstellungen um 6,8 Prozent auf 194 Milliarden Euro steigern - 166,9 Milliarden Euro in der Krankenversicherung und 27,1 Milliarden Euro in der Pflegeversicherung. Damit habe sich die kapitalgedeckten Aktersrückstellungen in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt, zeigte sich Uwe Laue, Vorsitzender des PKV-Verbandes, zufrieden. "So sorgt die private Krankenversicherung jedes Jahr mit Zins und Zinseszins für den absehbaren Leistungsbedarf ihrer Versicherten im Alter vor", lobte Laue das Ergebnis.

Zahl der Basistarifversicherten sinkt
Auch bei der durchschnittlichen Nettoverzinsung habe die PKV ihre Kapitalanlage-Kompetenz unter Beweis gestellt: Mit rund 4,0 Prozent durchschnittlicher Nettoverzinsung, habe die Branche den Höchstrechnungszins von 3,5 Prozent erneut sicher bedient.

2013 waren 26.700 Personen im Basistarif versichert, elf Prozent weniger als im Vorjahr. Im so genannten Notlagentarif für Mitglieder mit Zahlungsschwierigkeiten, den der Gesetzgeber im August 2013 einführte, waren 93.561 Personen versichert. Hier umfassen die Leistungen (ausgenommen Kinder und Jugendliche) nur Behandlungskosten bei akuten Erkrankungen und Schmerzzuständen, bei Schwangerschaft und Mutterschaft. Nachdem die Schulden beglichen sind, können die Versicherten in ihren alten Tarif zurückkehren.


Quelle: PKV-Verband
Bildquelle: © Cumulus

Autor(en): versicherungsmagazin.de

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