Immer weniger Wohnungseinbrüche

740px 535px

Die Zahl der versicherten Wohnungseinbrüche ist das dritte Jahr in Folge gesunken, dies meldete der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). 110.000 Wohnungseinbrüche wurden den Versicherern 2018 gemeldet - rund 20.000 weniger als im Vorjahr Die ist der niedrigste Stand seit 20 Jahren. Auch die Schadenhöhe sank um 50 Millionen Euro. Sie liegt nach Angaben des Verbandes und mit 310 Millionen Euro auf dem niedrigsten Stand seit 2007.

"An den sinkenden Einbruchzahlen wird deutlich: Vorsorge wirkt!", sagt GDV-Präsident Wolfgang Weiler. Viele Hausbesitzer hätten in den vergangenen Jahren in bessere Sicherheitstechnik investier. Die zahle sich nun aus. Im Durchschnitt verursacht ein Einbruch Schäden in Höhe von rund 2.850 Euro, das sind 100 Euro mehr als im Jahr 2017 wie die aktuelle GDV-Statistik zeigt.

Anstieg in zwei Bundesländern

Die meisten Einbrüche fanden in Baden Württemberg statt. 7.216 waren es im Jahr 2018, ein Rückgang von 15,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Am zweithäufigsten wurde in Bayern eingebrochen (5.239 Einbrüche, minus 13,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr). In fast allen Bundesländern sank die Zahl der Wohnungseinbrüche im vergangenen Jahr. Lediglich im Saarland und in Sachsen-Anhalt ist ein Anstieg zu verzeichnen. Im Saarland stieg die Zahle der Einbrüche um 18, 9 Prozent von 1.391 im Jahr 2017 auf 1,716 im Vorjahr. In Sachsen-Anhalt wurden im vergangenen Jahr 2.821 versicherte Wohnungseinbrüche gemeldet. Das sind 3,9 Prozent mehr (2.715) als 2017.

Einbrecher dringen vor allem durch Fenster und Türen ein. Diese müssten deshalb besonders gesichert werden, warnt der GDV. Da in Neubauten in Deutschland einbruchhemmende Fenster und Türen nicht standardmäßig eingebaut würden, könne man sie in wenigen Sekunden aufhebeln.. "Nahezu jeder zweite Einbruchsversuch wird abgebrochen, weil Täter nicht schnell genug ins Haus kommen. Deshalb fordern wir: Moderne Sicherheitstechnik muss als Standard in die Bauvorschriften für Neubauten aufgenommen werden", so Weiler. Durch Mindestanforderungen für neu eingebaute Fenster und Türen könne der Einbruchschutz wirksam erhöht werden. 

Wohnungseinbrüche 2019 GDV

Autor(en): Versicherungsmagazin.de

Mehr zu Einbruch

Alle Branche News