Künftig gemeinsam die digitale Forschung im Blick

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Und schon wieder kommt Bewegung in die Fintech-Szene. Zwei bislang unabhängige Insurtechs gehen nun gemeinsame Wege: Das Insurtech Hub Munich und das Labs Network 4.0. Deren Ziel: Neue Technologien erforschen und Geschäftsideen validieren.

Der vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Insurtech Hub Munich (www.insurtech-munich.com) und das Labs Network 4.0 (www.lni40.de) sind eine strategische Partnerschaft eingegangen. Ziel der Kooperation ist es, mögliche Innovationen, Technologien und Geschäftsmodelle an der Schnittstelle zwischen Versicherungsbranche und Industrie 4.0 zu entwickeln, um die Digitalisierung der Versicherungsbranche voranzutreiben.

An neuen Technologien forschen und Geschäftsideen validieren
Thomas Hahn, Vorsitzender des Labs Network 4.0 e.V., skizziert das Vorhaben folgendermaßen: „Seit unserer Gründung Ende 2015 sind wir ein stark wachsendes Netzwerk von mehr als 40 renommierten Testzentren in ganz Deutschland und 92 Unternehmen, die in mehr als 60 Szenarien zu den verschiedensten Themen Industrie 4.0 Innovationen bereits erproben. Mit unseren mehr als 40 Labs werden wir gemeinsam mit dem Insurtech Hub Munich und Akteuren aus der Versicherungsbranche an neuen Technologien forschen und Geschäftsideen validieren.“

Neue Ideen für Industrieversicherungen entwickeln
Johannes Wagner, Vorstand beim Insurtech Hub Munich, ergänzt: „Die Industrie 4.0 hat einen anderen Absicherungsbedarf als ihre Vorstufen. Daher ist es nur folgerichtig, dass wir gemeinsam neue Lösungen erarbeiten, um den künftigen Versicherungsanforderungen gerecht zu werden. Labs Network Industrie 4.0 bietet die perfekte Dialog-, Kompetenz- und Experimentierplattform für deutsche Unternehmen, um neue Ideen im Kontext von Industrieversicherungen zu entwickeln.“

Angesichts des stetig steigenden Innovations- und Digitalisierungstempos verändert sich auch die Risikolandschaft. Die Innovationskraft der Versicherungswirtschaft ist daher in besonderem Maße gefordert. Absicherungen gegen Cyberangriffe oder Diebstahl von Kundendaten sind aktuell in Versicherungspolicen nur eingeschränkt verfügbar. Eine gemeinsame Untersuchung von Marsh und Oliver Wyman zeigt, dass 79 Prozent der Industrieversicherer mit einer Veränderung ihres Geschäftsmodells rechnen, da sich die Anforderungsprofile in Zeiten von Industrie 4.0 radikal verändern.

Was die beiden Fintechs kennzeichnet, was sie anstreben
LNI 4.0 wurde gegründet von den Unternehmen Deutsche Telekom, Festo, SAP und Siemens sowie den Verbänden Bitkom, VDMA und ZVEI. LNI4.0 ist Partner der Plattform Industrie 4.0, einem übergreifenden Zusammenschluss zwischen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden und Gewerkschaften, und arbeitet eng mit ihr zusammen. Der Verein sieht sich als Schulterschluss von Wirtschaft und Verbänden und fühlt sich der gesamten deutschen Industrie und der Allgemeinheit verpflichtet. LNI 4.0 will den deutschen Mittelstand bei seiner Vorreiterrolle in der Digitalisierung unterstützen.

Der Insurtech Hub München ist eine unternehmerische Plattform, die unter anderem aus zwei Acceleratorenprogrammen besteht. Diese verbindet Akteure aus verschiedenen Branchen und Technologien, um gemeinsam an innovativen Versicherungsprodukten und -dienstleistungen zu arbeiten. Das Ziel: Die europäische Versicherungslandschaft umgestalten. Der von der Bundesregierung (www.de-hub.de) und Bitkom zum „Digital Hub“ ernannte Insurtech hinterfragt den Status quo der Versicherungswirtschaft.

Quelle: Deloitte Digital GmbH

Autor(en): Versicherungsmagazin

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