Kunden wünschen sich individuelle bAV-Beratung

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Komplexe Themen wie die betriebliche Altersversorgung (bAV) sind für die Kommunikation per Smartphone-App wenig geeignet. Die persönliche Beratung steht dagegen ganz oben auf der Wunschliste der Kunden. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Beratungs- und Dienstleistungsunternehmens Aon, in der rund 1.000 Arbeitnehmer aus Großunternehmen mit mehr als 10.000 Beschäftigten befragt wurden.

Unterschiede gibt es vor allem bei den Generationen. So äußerte rund jeder zweite Befragte zwischen 18 und 39 Jahren den Wunsch nach persönlicher Beratung. Auf dem zweiten Platz folgt die regelmäßige, schriftliche Information durch den Arbeitgeber, erst danach kommen digitale Kanäle wie Website und Smartphone-App.

Informationsbedürfnis abhängig von Alter, Einkommen und Geschlecht

„Das Thema Altersvorsorge ist zu komplex, um es Mitarbeitern allein über digitale Kanäle nahezubringen. Vielmehr ist eine individuelle Ansprache durch den Arbeitgeber gefragt. Denn das generell starke Informationsbedürfnis variiert mit der persönlichen Situation, ist abhängig von Alter, Einkommen und Geschlecht.“, kommentiert Aon Geschäftsführer Fred Marchlewski die Ergebnisse der Studie.

Was die Betriebsrente leistet, wissen die meisten Arbeitnehmer (79,1 %) zwar grundsätzlich, aber die Details bleiben für 35,5 % der Befragten doch ein Buch mit sieben Siegeln. Mit zunehmenden Alter und Einkommen steigen die Kenntnisse über individuelle Rentenbezüge, entsprechend nimmt das Informationsbedürfnis auch ab. Was aber bleibt, ist der Wunsch nach einer persönlich zugeschnittenen Beratung durch den Arbeitgeber. Darüber hinaus fände der Großteil der Arbeitnehmer eine säulenübergreifende Information (gesetzlich, betrieblich und privat) hilfreich, um sich über die zu erwartenden Alterseinkünfte zu informieren.

Zielgruppengerechte und transparente Kommunikation wird von Arbeitnehmern geschätzt

„Das Thema Kommunikation in der bAV ist elementar wichtig,” so Marchlewski. „Die Menschen haben weder Lust noch Zeit, sich mit Kleingedrucktem und komplizierten Fakten zu beschäftigen. Was wir brauchen, ist eine zielgruppengerechte und transparente Kommunikation, die bei Arbeitnehmern ankommt. Und je komplexer das Thema ist, desto einfacher muss die Kommunikation dazu sein.

Vom 2. Juli bis 15. August 2018 wurden bei einer Online-Umfrage 1.008 Arbeitnehmer von Großunternehmen in Deutschland nach ihrer Einstellung zu verschiedenen Aspekten der bAV befragt. Die Auswahl der Teilnehmer wurde so gesteuert, dass die Befragung für die Zielgruppe repräsentativ ist (Alter, Geschlecht und Region).

Quelle: Aon

Betriebliche Altersversorgung kann auch digital und einfach sein

Eine etwas andere Haltung vertritt hier das Fintech Penseo. Dieses glaubt, dass eine bAV-Beratung auch digital ablaufen kann, die Komplexität dieser aufgebrochen werden kann und für alle Beteiligten gut nachvollziehbar sein kann. In der April-Ausgabe von Versicherungsmagazin wird das Konzept dieses Start-up unter der Überschrift "Betriebliche Altersversorgung kann auch digital und einfach" vorgestellt. Nachfolgend ein kurzer Blick in den Beitrag:

"'Betriebsrenten einfach, digital und verständlich', das ist der Anspruch von Penseo. Kein leichtes
Unterfangen. Denn an der Vermittlung der betrieblichen Altersversorgung (bAV) haben sich schon viele Firmen und Vermittler die Zähne ausgebissen.

Penseo kooperiert gerne mit Vermittlern, die ihre bAV-Beratung größerer Belegschaften vereinfachen möchten. Die Vermittler übernehmen weiterhin die Beratung und Einrichtung komplexerer Versorgungssysteme für das Management, übergeben aber die Beratung der Beschäftigten an das
Penseo-System. In der Verwaltung können sie dann beide Beratungswege zusammenführen und von der Verwaltung aller Verträge profitieren. Anders ausgedrückt: Mit der Penseo-Plattform sollen Vermittler und Unternehmen „die Betriebsrente in den Griff bekommen“.

Im Dialog mit den Chatbots, also den digitalen Beratern des Fintechs, sollen die Arbeitnehmer die bAV weitgehend selbstständig durchführen können. Dabei sollen Schnittstellen zu Personal- und Lohnprogrammen den Unternehmen bei der automatisiertenVerwaltung der Betriebsrenten helfen."

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Autor(en): Meris Neininger

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