MLP trennt Bank- von Maklergeschäft

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Wie Anfang des Jahres angekündigt hat der Allfinanz-Konzern MLP die Trennung von Bank- und Maklergeschäft vollzogen.  Der Eintrag ins Handelsregister machte die Umstrukturierung formal wirksam.

Das aufsichtsrechtlich regulierte Bankgeschäft wird ab sofort aus der neuen MLP Banking AG betrieben, das Maklergeschäft erfolgt über die ebenfalls neue MLP Finanzberatung SE. Durch die Abspaltung des Bankgeschäfts reduzieren sich die Kapitalanforderungen des Konzerns deutlich.  Bislang arbeitete die Vertriebstochter MLP Finanzdienstleistungen AG  mit einer Vollbank-Lizenz, weil dort auch das Geschäft mit Konten, Kreditkarten und Depots abgewickelt wurde.

75 Millionen Euro freie Eigenmittel
Mit der Neuausrichtung will das Unternehmen 75 Millionen Euro Eigenmittel bis 2021 freisetzen. Dies eröffne Spielräume vor allem für Investitionen und Akquisitionen, aber auch für erweiterte Dividendenausschüttungen, so das Unternehmen. Die neue Konzernstruktur biete Möglichkeiten,  für strategische Kooperationen. Ein erstes Projekt ist schon angeschoben worden:  Künftig sollen Immobilienfinanzierungen der MLP Banking AG auch über Interhyp/ProHyp vermittelt werden. "Die Zusammenarbeit ist ein erster wichtiger Schritt für uns, um mit unserem Bankangebot neue Geschäftsfelder zu erschließen", sagt Reinhard Loose, Finanzvorstand der MLP SE.

Der Umbau kostet den Konzern nach eigenen Angaben rund neun Millionen Euro.

Autor(en): Versicherungsmagazin.de

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