Nachwuchssorgen? Wohl nicht bei der SBK

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Viele Unternehmen der Versicherungsbranche suchen händeringend - kompetenten - Nachwuchs. Oftmal ohne Erfolg. Einem Repräsentant der Betriebskrankenkassen, der SBK, scheint dieses Problem eher fremd zu sein. Denn sie bildet kräftig aus und die Nachfrage nach einem Ausbildungsplatz bei dem Unternehmen ist ungebrochen.

55 Frauen und 15 Männer sind in diesem Sommer bei der Siemens-Betriebskrankenkasse (SBK, siehe Foto) in ihr Berufsleben gestartet. Sie alle lassen sich zu „Sofas“ ausbilden – dabei handelt es sich nicht um ein Sitzmöbel, sondern um Sozialversicherungsfachangestellte.

Voraussetzung, um später Führungsverantwortung übernehmen zu können
70 junge Menschen begleitet Deutschlands größte Betriebskrankenkasse in diesem Jahr beim Start ins Berufsleben. 63 der neuen SBKler werden in den kommenden drei Jahren eine Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten durchlaufen. Diese Spezialisten, in der Branche kurz „Sofa“ genannt, haben tiefe Kenntnisse in der deutschen Sozialversicherung und lotsen später beispielsweise als Kundenberater durch das System. Der Beruf ist vielfach auch Voraussetzung, um einmal Führungsverantwortung bei einer gesetzlichen Krankenkasse zu übernehmen.

Klassische Ausbildung kombiniert mit einem Studium
Sieben weitere Berufseinsteiger kombinieren die klassische Sofa-Ausbildung mit einem Studium in Gesundheitsökonomie oder Betriebswirt-schaftslehre. Nach viereinhalb Jahren haben sie dann eine doppelte Qualifikation in der Tasche: die Ausbildung zum/zur Sozialversicherungsfachangestellten sowie einen Studienab-schluss in Gesundheitsökonomie oder Betriebswirtschaft.

Das Gesamtpaket scheint die jungen Leute zu überzeugen: Das Interesse an der Ausbildung bei der SBK war auch in diesem Jahr wieder groß. 6.000 Kandidaten haben sich für das neue Ausbildungsjahr beworben, was noch einmal einen deutlichen Anstieg zum Vorjahr bedeutet, als die SBK 5.000 Bewerbungen erhielt. Ein Grund dafür sicher: Die Kasse mit Sitz in München hat 2014 86 Prozent der Auszubildenden, die im Sommer ihre letzten Prüfungen hinter sich gebracht haben, übernommen.Wer eine Ausbildung bei der SBK absolviert hat, ist jedoch auch in verwandten Branchen ein gefragter Fachmann beziehungsweise Fachfrau.

Hintergrundinformationen

Die Siemens-Betriebskrankenkasse SBK ist laut eigenen Angaben Deutschlands größte Betriebskrankenkasse. Die geöffnete, bundesweit tätige gesetzliche Krankenkasse versichert mehr als eine Million Menschen und betreut über 100.000 Firmenkunden in Deutschland – mit mehr als 1.600 Mitarbeitern in über 100 Geschäftsstellen.
Das Auswahlverfahren für Azubis bei der Krankenkasse ist mehrstufig und besteht unter anderem aus einem schriftlichen Test, der Teilnahme an einem Assessment Center und einem persönlichen Interview.

Wen die Krankenkasse sucht
Ansprechen möchte die SBK mit ihren Ausbildungsmöglichkeiten vor allem Schulabgänger mit einem guten oder sehr guten Schulabschluss im Alter von 17 bis 19 Jahren, die über viel Kontaktfreudigkeit, Begeisterungsfähigkeit und Ehrgeiz verfügen. Unerlässlich für einen derartigen Beruf mit engeme Menschenkontakt sind zudem ausgeprägte Soft Skills.
Für viele der Azubis geht der Weg nach Abschluss der Ausbildung bei der SBK weiter. Im Sommer 2014 haben 43 Azubis ihre Ausbildung abgeschlossen, 37 werden von der Kasse übernommen, also 86 Prozent. Dabei liegen die Ergebnisse der SBK-Azubis bei den Abschlussprüfungen über dem bundesweiten Durchschnitt: 2014 schlossen sie im Mittel mit der Note 2,3 ab.

Text- und Bildquelle: SBK

Unser Lesetipp: In der Oktober-Ausgabe von schildert der Artikel "Kassen-Liebe rostet nicht", wie gut oder auch schlecht, Kooperationen zwischen GKV- und PKV-Unternehmen funktionieren.

Hier ein Auszug:
"Seit Januar 2004 erlaubt das GKV-Modernisierungsgesetz gesetzlichen Kassen und privaten Krankenversicherern, im Geschäft mit Krankenzusatzversicherungen zu kooperieren.
Die besten Partner waren schnell vergeben. Mancher hat sich dabei offenbar zu sehr beeilt und die Wahl inzwischen bereut. Seit 2013 gehen beispielsweise die Allianz Private Krankenversicherungs-AG (APK) und die KKH-Allianz getrennte Wege. Andere haben ihre Partner bloß getauscht, wie der LVM. "

Autor(en): versicherungsmagazin.de

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