Naturkatastrophen verursachten hohe Schäden im vergangenen Quartal

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Der Rückversicherer Swiss Re schätzt, dass die Schadenbelastung der jüngsten Naturkatastrophen im letzten Quartal 2018 rund eine Milliarde US-Dollar, nach Retrozession und vor Steuern, betragen wird. Verantwortlich für diese Summe sind beispielsweise Schäden durch Brände in Kalifornien und Taifune in Japan.

Die Camp- und Woolsey-Feuer in Kalifornien, sind im November 2018 ausgebrochen. Das Camp-Feuer zerstörte die Stadt Paradise und gilt in den USA als eines der katastrophalsten Feuer aller Zeiten. Beide Brände wüteten über eine Woche lang, forderten über 85 Menschenleben und zerstörten Tausende von Hektar und über 20.000 Gebäude. Swiss Re erwartet aus den Camp- und Woolsey-Bränden Schäden in Höhe von 375 Millionen US-Dollar. Der Gesamtschaden der Brände für die Versicherungsindustrie liege geschätzt bei 16 Milliarden US-Dollar.

Jebi und Trami wüteten in Japan

Auch der Hurrikan Michael hat in den USA große Schäden verursacht. Sein geschätzter Gesamtschaden für die Versicherungsindustrie liegt bei 8,5 Milliarden US-Dollar, die Schadenbelastung für die Swiss Re liegt vermutlich bei 150 Millionen US-Dollar.

Swiss Re geht davon aus, dass sich die Schadenbelastung der Taifune Jebi und Trami in Japan im vierten Quartal 2018 um 320 Millionen US-Dollar erhöhen wird. In Japan sei für 2018 eine Gesamtschadenbelastung von 1,2 Milliarden US-Dollar durch Großereignisse zu erwarten, der Gesamtschaden der Ereignisse für die Versicherungsindustrie liege bei zwölf Milliarden US-Dollar.

Auch Menschen haben Großschäden verursacht

Das letzte Quartal 2018 war auch von mehreren großen Made-made-Ereignissen betroffen, unter anderem einem schweren Satellitenschaden sowie einem weiteren Anstieg der geschätzten Schadenbelastung für die Überschwemmung des Ituango-Staudamms in Kolumbien. Die Ereignisse haben geschätzt zu einer Belastung in Höhe von rund 300.000 US-Dollar geführt.

Der Versicherer erwartet für 2018 eine Gesamtschadenbelastung aus Naturkatastrophen und großen Man-made-Ereignissen von 2,3 Milliarden US-Dollar. Für die gesamte Branche werden die weltweiten Versicherungsschäden 2018 auf 81 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Das Unternehmen weist darauf hin, dass die vorläufigen Schätzungen höheren Unsicherheiten als gewöhnlich unterliegen und unter Umständen angepasst werden müssen.

Autor(en): Versicherungsmagazin.de

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