Neues Geschäftsmodell unter der Lupe

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Im Videoformat #fredwagner hat der Professor für Versicherungsbetriebslehre an der Universität Leipzig, den Huk-Coburg Vorstand Daniel Thomas zu Gast. Die beiden sprechen über "Onpier", das neue Geschäftsmodell des Versicherers.

Mit Onpier hat die Huk eine B2B-Plattform geschaffen, die sich primär an Distributoren beziehungsweise Versicherer richtet. Sie fungiert als Orchestrator in digitalen Ökosystemen. Ziel ist es, Kunden zusätzliche Leistungen rund um ihre Lebenswelten anzubieten. "Die Kunden bekommen einzelne Produkte, die sie früher in den jeweiligen Branchen nachgefragt haben, am Point of Sale angeboten", erläutert Thomas. Er ist seit 2016 im Vorstand der Versicherungsgruppe und dort verantwortlich für die Ressorts Betriebsorganisation, Digitale Services und Informatik. 

Autoankauf soll seriöser ablaufen

Gewohnt kritisch hakt Wagner bei dem Manager nach: Der Endkunde werde über onpier nicht direkt angesprochen, sondern soll über die Vertriebspartner auf den neuen Service hingewiesen werden. Von der Bereitschaft und Fähigkeit der Vertriebsorganisation hänge der nachhaltige Erfolg des neuen Geschäftsmodells ab. Ein weiterer Knackpunkt seien die voraussichtlich geringen Margen. Wie kann sich das Geschäftsmodell unter diesen Umständen wirtschaftlich rechnen?

Gestartet ist die branchenoffene Plattform mit dem Thema Mobilität und dem Ankauf von Gebrauchtwagen. Laut Thomas will der Versicherer das Geschäft des Autoankaufs seröser gestalten und den Kunden den Service einer Kfz-Versicherung dort anbieten, wo er sich bereits für ein neues Auto entschieden hat, aber noch nicht geklärt ist, was mit dem alten Auto passiert. Genau an der Stelle nimmt die der Versicherer den Kunden an die Hand, schätzt das zu verkaufende Auto und gibt ein Leistungsversprechen ab. Der zentrale Mehrwert des Angebots liege darin, einen fairen Preis für den Kunden zu ermitteln. Dafür wurde die Huk-Autowelt gegründet und eine Zusammenarbeit mit Carglass für die Preisermittlung geschlossen.

Hier können Sie das Interview ansehen.

#fredwagner gibt es jetzt auch als Audiopodcast: https://fredwagner.podigee.io/

Autor(en): versicherungsmagazin.de

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