Panne bei Riester-Förderung

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Beim Riester-Sparen ist es zu einer technischen Panne durch die Deutsche Rentenversicherung (DRV) gekommen. Betroffen sind rund 22.000 Sparer, wie die DRV auf Anfrage bestätigt. Nach vorläufigen Zahlen des Bundesfinanzministeriums gab es 2016 rund 11,1 Millionen Riester-Sparer.

Verschiedene Rentenversicherungsträger haben die Information, dass der Riester-Sparer in einem Beschäftigungsverhältnis steht und ein Anrecht auf staatliche Förderung hat, verspätet an die Zentrale Zulagenstelle für Altersvorsorgevermögen (ZfA) gemeldet. Dadurch wurden schon gezahlte Zulagen für 2017 zurückgebucht. "Mittlerweile ist das Problem aber behoben", behauptet DRV-Sprecher Dirk von der Heide. Ein Nachteil sei den Sparern nicht entstanden.

Probleme bei Steuerersparnis

Das gilt aber anscheinend nicht für Riester-Kunden, die auch eine Steuerersparnis geltend gemacht haben. Sie müssen unter Umständen damit rechnen, dass die Finanzämter in Höhe der staatlichen Förderung eine Steuernachzahlung verlangen. Ein Einspruch gegenüber dem Finanzamt hilft nicht weiter, denn die Behörde ist an die Meldung der ZfA gebunden.

Die Anbieter wie Banken, Fondsgesellschaften oder Versicherer können laut der Allianz Versicherung nicht erkennen, wer von ihren Kunden betroffen ist. Daher sollten die Riester-Sparer ihre jährliche Kontoinformation, die die Anbieter in der Regel Anfang des Jahres versenden, genau prüfen.  Fehlen die Zulagen für 2017 sollte man unverzüglich aktiv werden. Möglich ist es über seinen Anbieter, als "förderberechtigte Person", eine Festsetzung der Zulagen für 2017 zu fordern. Nach Auskunft der DRV sollen aber alle betroffenen Riester-Sparer auch von der ZfA informiert werden.

 

Autor(en): Uwe Schmidt-Kasparek

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