Die Private Krankenversicherung (PKV) hat sich auch 2025 als stabile Säule des Gesundheitswesens bewährt. Davon ist der PKV-Verband überzeugt. Dies zeige sich vor allem daran, dass die Gesamtzahl der Versicherungen auf 40,8 Millionen stieg.  Dies bedeute, dass fast jeder Zweite in Deutschland privatversichert sei.

Einige Branchendaten im Detail: Die Versicherungsleistungen stiegen um 7,1 Prozent auf insgesamt 42,1 Milliarden Euro. Wie die Gesetzlichen Krankenkassen verzeichnet die PKV seit einigen Jahren einen starken Kostenschub. In der Krankenversicherung wuchsen die Ausgaben um 6,9 Prozent auf 39,0 Milliarden Euro. In der Pflegeversicherung fiel der Ausgabenanstieg mit 10,5 Prozent auf insgesamt drei Milliarden Euro noch höher aus. 

Stabiles Wachstum im Voll- und Zusatzgeschäft

Laut PKV-Verband setze sich aber der positive Trend im Neukundengeschäft weiter fort. Die Zahl der PKV-Vollversicherten sei 2025 leicht auf 8,79 Millionen (plus 0,5 Prozent) gestiegen. In der Zusatzversicherung wuchs die Zahl der Verträge um 2,2 Prozent auf 31,98 Millionen. Immer mehr Versicherte setzen auf zusätzliche private Vorsorge, um den GKV-Versicherungsschutz aufzustocken.

Für den Vorsitzenden des PKV-Verbands, Thomas Brahm, sind die wachsenden Versichertenzahlen ein starkes Signal an die Politik, den Willen der Versicherten zu respektieren und ihnen mehr Wahlfreiheit zu geben. O-Ton Brahm: "Der Zugang zur PKV darf nicht erschwert, sondern muss erleichtert werden."

Antrieb für den Qualitätswettbewerb

Außerdem ist der Verbandsvorsitzende überzeugt, dass der Wechsel hunderttausender Versicherter zwischen den beiden Systemen eine wichtige Antriebskraft für den Qualitätswettbewerb ist und er betont, dass "dieser Wettbewerb GKV und PKV gleichermaßen fordert, stetig besser zu werden, um die Versicherten zu überzeugen." Das stärke insgesamt die Qualität und Leistungsfähigkeit des Gesundheitswesens.

Verringern Problem des demografischen Wandels

Die Alterungsrückstellungen stiegen 2025 auf 355,4 Milliarden Euro (plus 3,8 Prozent).
„Dieses zweckgebundene Kapital ist unsere Demografie-Vorsorge. Die Unternehmen legen das Geld der Versicherten sorgfältig und mit langfristigen Anlagehorizont am Kapitalmarkt an. Mit diesen Rücklagen können wir die Krankheitskosten und Pflegeleistungen für unsere Versicherten selbst tragen – ohne Zuschüsse auf Kosten künftiger Beitrags- und Steuerzahler. Anders ausgedrückt: Jeder zusätzliche Privatversicherte verringert das Problem des demografischen Wandels“, unterstreicht Brahm. 

Die Beitragseinnahmen in der Kranken- und Pflegeversicherung erhöhten sich 2025 um 7,3 Prozent auf 54,4 Milliarden Euro. Davon entfielen 48,21 Milliarden Euro (plus 8,2 Prozent) auf die Krankenversicherung. Bei den Beitragseinnahmen der Privaten Pflegepflichtversicherung gab es im Vergleich zum Vorjahr mit 6,3 Milliarden Euro ein kleines Plus von 0,9 Prozent. 

Quelle: PKV-Verband

Verfasst von: Meris Neininger