Provisionsdiskussion hilft Netto-Policen-Anbieter MyLife

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Der Lebensversicherer MyLife geht davon aus, dass die Marktentwicklung zu mehr Transparenz und alternativen Vertriebsformen den Ausbau des Geschäftsfeldes „Nettoprodukte“ unterstützen wird. So die Prognose im aktuellen Geschäftsbericht.

Die MyLife Lebensversicherung AG bietet ihren Kunden Nettotarife, die ohne Provisionen und vertriebliche Abschlusskosten kalkuliert sind. Die Kunden müssen zusätzlich beim Berater ein Honorar zahlen. Für 2014 rechnet das Unternehmen mit einer „deutlich gesteigerten und weiterhin über dem Marktdurchschnitt liegenden Beitragsentwicklung“. Die aktuelle Steigerung der Beitragseinnahmen 2013 von 20,2 Prozent geht vor allem auf die Übernahme eines Teilbestandes von Fondsgebundenen Rentenversicherungen und klassischen Riesterrenten-Versicherungen zurück.

Stornoquote nicht viel günstiger als in der restlichen LV-Branche
Auch Mylife verkauft mittlerweile im Wesentlichen Versicherungen vor allem gegen Einmalbeitrag. Dabei entfällt der größte Teil des Einmalbeitragsgeschäfts noch auf Restschuldversicherungen. Gemessen am Bestandsbeitrag ist das Einmalbeitragsgeschäft 2013 um 19 Prozent gestiegen, während laufende Beiträge einen Einbruch von 26 Prozent hinnehmen mussten. Die Stornoquote bezogen auf die Anzahl der Verträge im Nettogeschäft liegt mit 3,3 Prozent nicht viel günstiger als in der restlichen Lebensversicherungsbranche.

Wollen fachliche Eignung und Zuverlässigkeit der Vermittler prüfen
Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft wurde aktuell eine Stornoquote von 3,48 Prozent erreicht. Überraschenderweise ist die Stornoquote bei MyLife sogar gestiegen. Ein Grund: Kunden können Kündigungen bei MyLife teurer kommen als bei klassischen Provisionsprodukten. Die Honorarzahlungspflicht besteht dann nämlich trotzdem fort. Zudem ist für die Kostenbelastung im Wesentlichen die Höhe der vereinbarten Vermittlungsgebühr ausschlaggebend. MyLife will dem erhöhten Vertragsstorno mit der Anwendung strenger Qualitätsstandards hinsichtlich Zuverlässigkeit und fachlicher Eignung bei den Vermittlern begegnen.

Investor besitzt mehrere Unternehmen in Deutschland
Das Unternehmen gehört über die Augur Financial Holding Sechs GmbH & Co. KG mit Sitz in Frankfurt zur Augur Capital Gruppe in Luxemburg. Der Investor besitzt in Deutschland mehrere Unternehmen. Dazu gehören die Darag, ein Spezialist für „Run-off“-Geschäft, die Cash.life, ein Aufkäufer von Lebensversicherungen und die Creditweb, ein Vermittler für private Baufinanzierungen.

Autor(en): Uwe Schmidt-Kasparek

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