Ruhestandsstudie: Die Zukunft wird düster eingeschätzt

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Die Mehrheit der deutschen Berufstätigen (80 Prozent) glaubt, dass es künftigen Rentnern finanziell schlechter gehen wird als denjenigen, die heute schon in Rente sind. Da ein Drittel der Erwerbstätigen den Ruhestand finanziell noch gar nicht geplant hat, dürfte diese Prognose ziemlich realistisch sein. Die Umfragergebnisse lieferte aktuell eine Ruhestandsstudie von Aegon.

Von den 61 Prozent Erwerbstätigen die ihre Altersvorsorge geplant hat, halten lediglich 16 Prozent diese aktuell für sehr zufriedenstellend. Fast ebensoviele blicken dagegen besorgt auf das Alter und empfinden ihre Vorsorgesituation als mangelhaft (18 Prozent). Von den Vorsorge-Sparern haben lediglich 15 Prozent ein klar strukturiertes und ausgearbeitetes Finanzkonzept für den Ruhestand.

Was das Sparen fördern könnte
Die meisten Erwerbstätigen in Deutschland (65 Prozent) geben an, dass Geldmangel sie daran hindert, für die Altersvorsorge zu sparen. Auch gibt fast die Hälfte (45 Prozent) an, dass eine Lohn- und Gehaltserhöhung sie dazu motivieren würde, mehr Geld fürs Alter beiseitezulegen. Weitere Anreize sind größere wirtschaftliche Stabilität (38 Prozent), großzügigere Steuererleichterungen (33 Prozent) sowie bessere Altersvorsorgeleistungen vom Arbeitgeber (21 Prozent).

Dort, wo Arbeitgeber eine betriebliche Altersvorsorge anbieten, wird dies von den Beschäftigten als sehr hilfreich empfunden. Allerdings geben fast zwei Fünftel (38 Prozent) der Arbeitnehmer an, dass ihnen keine Unterstützung seitens des Arbeitgebers angeboten wird. Weitere 21 Prozent. der Befragten wissen nicht, ob dies in ihrem Unternehmen der Fall ist.


"Im Hinblick auf die konkrete Planung und Ausgestaltung des Ruhestands
der Deutschen sehen wir deutliches Potenzial für Verbesserungen. Eine
individuelle und persönliche Planung mit einem Experten hilft dabei Wege
zu finden, um dem Ruhestand beruhigter entgegen sehen zu können."

Andreas Mang, Marketing Director , Aegon Deutschland


Entscheidend für auskömmliche Finanzen im Alter sei die frühzeitige Planung, zu einem Zeitpunkt, an dem noch aktiv agiert statt nur noch passiv reagiert werden könne, empfehlen die Studienmacher. Dies sei vor allem vor dem Hintergrund einer stetig steigenden Lebenserwartung von besonderer Bedeutung. Viele Erwerbstätige seien sich dessen bewusst, jedoch mangele es oft an persönlicher Umsetzungskraft, um dieser Erkenntnis Taten folgen zu lassen.

Die Studie
Für die "Aegon Ruhestandsstudie 2014" wurden 16.000 Erwerbstätige und Rentner in 15 Ländern, online befragt. In Deutschland wurden 900 Erwerbstätige und 100 Personen im Ruhestand befragt, und die Antworten der Erwerbstätigen mit denen von Ruheständlern verglichen. Insgesamt belegt Deutschland Platz fünf im Ländervergleich und somit lediglich einen Platz im Mittelfeld. Die Befragung fand im Zeitraum von Januar bis einschließlich Februar 2014 statt.

Über Aegon
Die Aegon Gruppe mit der Konzernspitze Aegon N.V., Den Haag, Niederlande, ist ein weltweit führender Anbieter von Lebensversicherungs-, Altersvorsorge- und Anlageprodukten.

Quelle: Aegon Deutschland
Bildquelle: © bestdesigns / iStock / Thinkstock

Autor(en): versicherungsmagazin.de

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