Verbraucherschützer: Diese BU-Versicherer werden für gut befunden

Vier Versicherer sind besonders als Produktgeber für den Berufsunfähigkeitsschutz geeignet. Zu diesem Schluss können Verbraucher kommen, die die aktuelle Broschüre "Berufsunfähigkeit gezielt absichern - Der Weg zum besten Vertag" der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen lesen. Dort verweisen die Autoren darauf, dass man eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) keinesfalls allein nach dem Preis aussuchen sollte.


"Was nutzt Ihnen eine preiswerte Versicherung, wenn sie am Ende nicht zahlt?", heißt es in der Publikation. Daher sollten Kunden die Anbieter wählen, die "ohne Zaudern" eine Rente zahlen. Empfohlen wird den Verbrauchern daher, sich an einer Analyse des Softwarehauses Morgen & Morgen zu orientieren. Dort sind alle Versicherer aufgeführt, bei denen zwei Drittel oder mehr der Rentenanträge auch zu einer BU-Rente führen. Gleichzeitig listet die Broschüre die 38 BU-Tarife auf, die ebenfalls von Morgen & Morgen mit fünf Sternen die beste Bewertung erzielt haben.


Wer zaudert am wenigsten?
Wer die "geringsten Zauderer" mit den besten Tarifen zusammenführt, erhält die Alte Leipziger, die Axa, die Dialog und die Swiss Life als besonders empfehlenswerte Anbieter. Scharf kritisieren die Autoren die Vermittlungspraxis. So würden die Kunden oft ohne Berufsunfähigkeitsschutz bleiben, weil den Vermittlern die Police "schlicht zu beratungsintensiv" sei. Zudem würden sie ihre Provision riskieren, wenn der Versicherer den Antrag komplett ablehnt. Diese Probleme gebe es hingegen bei Unfall-, Renten- und Lebensversicherungen nicht. Hierfür würden zudem üppig Provisionen gezahlt. Im Ergebnis würden daher vielfach die falschen Produkte verkauft.


Insgesamt neutrale Informationen
Insgesamt zeichnet sich die Broschüre aber durch einen weitgehend sachlichen Ton aus. Sie informiert zudem umfassend über die marginale staatliche Absicherung. Der gesetzliche Schutz, so die Autoren, sei nur ein Notnagel. Selbst die gesetzliche Unfallversicherung, die zwar ein hervorragendes Absicherungsniveau bietet, sei aber in der Praxis nur schwer zu erhalten. So warnt Elke Weidenbach, Versicherungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen: "Die meisten Unfälle passieren aber in der Freizeit. Und bei Krankheiten gibt es von der Berufsgenossenschaft oder Unfallkassen nur Geld, wenn die Krankheit offiziell als Berufskrankheit anerkannt ist.“"

Die Broschüre ist für 9,90 Euro bei den Verbraucherzentralen () erhältlich und sollte in keinem Vermittlerbüro fehlen. Sie kann durchaus als neutrale und objektive Information potenziellen Kunden zur umfassenden Hintergrundinformation an die Hand gegeben werden.

Autor(en): Uwe Schmidt-Kasparek

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