Versicherungskammer als Kümmerer in der Not

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Auch die Versicherungskammer sieht es als ihre oberste Pflicht an, von der Flutkatastrophe betroffene Kunden umgehend zu unterstützen. So hat der Konzern jüngst Vorschusszahlungen geleistet, etwa für eine temporäre Unterbringung oder erste Aufräumarbeiten.

 „Als Regionalversicherer sind wir nah an unseren Kund*innen dran und lösen unser Service-Versprechen ein“, sagt Christian Krams, Leiter Konzern Schaden. Zudem würden Außenregulierer*innen des Versicherers als Helfer in der Not auf Hochtouren in den stark getroffenen Ortschaften arbeiten, das individuelle Schadenausmaß ermitteln und mit den Geschädigten die anstehenden Wiederaufbaumaßnahmen besprechen. Die Schäden würden in Abstimmung mit den benötigten Gewerken reguliert, dabei greife der größte öffentliche Versicherer auf ein eigenes Handwerkernetz zurück. Für Autos würden Sammeltermine organisiert, um sie zu begutachten und sie dann in das eigene Kfz-Werkstattnetz einzusteuern. 

Amphibienfahrzeug soll bei kommenden Überschwemmungen unterstützen

Die Versicherungskammer unterstütze zudem die Feuerwehren in Bayern und der Pfalz durch die Bereitstellung von Notdächern. Den Feuerwehren gespendete Tauchpumpen und Schwimmsauger hätten geholfen, die Keller auszupumpen Außerdem werde für die bayerischen Feuerwehren kurzfristig ein Amphibienfahrzeug angeschafft, um künftig noch besser auf Überschwemmungen vorbereitet zu sein.

In Summe rechnet das Unternehmen mit einem Schadenaufwand von 150 bis 225 Millionen Euro (Stand Ende Juli). Die Versicherungskammer rechnet insgesamt mit 40.000-50.000 Schäden, bisher wurden bereits ca. 500 Großschäden gemeldet. Das jüngste Starkregenereignis im Landkreis Rosenheim, insbesondere in Halfing am 28. Juli, findet noch keinen Eingang in diese Zahlen.

Sich systematisch auf derartige Extremsituationen vorbereitet

„Schon jetzt ist klar, dass 2021 eines der schadenintensivsten Jahre wird. Auch wenn derartige Unwetterserien niemals vorhersagbar sind, haben wir uns in den vergangenen Jahren systematisch auf derartige Extremsituationen vorbereitet und greifen nun auf die bewährte Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen und unseren Handwerkspartnern zurück“, erläutert Krams.

Während in Deutschland 46 Prozent aller Gebäude mit einer Elementarschadenversicherung abgesichert seien, hätten in Bayern bislang nur rund 38 Prozent der Häuser diesen Schutz gegen Naturgefahren. Das bedeutee, dass mehr als jeder zweite Immobilienbesitzer in Bayern sich nicht auf die Unterstützung einer Versicherung im Schadenfall verlassen könne.

 

 

Elementarschadenversicherung als Ergänzung zur Gebäude- und Hausratversicherung

Dabei werde von der Versicherungskammer in einem Beratungsgespräch eine Elementarschadenversicherung immer als Ergänzung zu einer Gebäude- und Hausratversicherung mit angeboten Kurz nach einer Naturkatastrophe wie der jetzigen sei die Aufmerksamkeit für derartige Geschehnisse hoch. Auch aktuell erkenne der Versicherer verstärktes Interesse an der Elementarschadenversicherung und empfiehlt, jetzt den Versicherungsschutz zu überprüfen.

Laut eigenen Angaben verzeichnete die Versicherungskammer Bayern allein im Monat Juli so viel Anfragen und Beratungsangebote zur Elementarversicherung wie sonst in einem ganzen Jahr. Nach dem Zonierungssystem Zürs der Versicherungswirtschaft seien 99,2 Prozent der Gebäude gegen Naturgefahren ohne eine weitere Prüfung zu bezahlbaren Prämien versicherbar, ist das Unternehmen überzeugt.

Quelle: Konzern Versicherungskammer

 

Autor(en): versicherungsmagazin.de

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