Vertrauen in die Altersvorsorge: Mau

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Das Vertrauen in die Sicherheit der gesetzlichen, betrieblichen und privaten Altersvorsorge ist im Vergleich zum 4. Quartal 2015 deutlich gesunken. Das ergab jedenfalls die Umfrage zum DIA-Deutschland-Trend, die einmal jährlich die Stimmung unter den Bürgern und ihre Vorsorgebereitschaft ermittelt.

Die Einschätzungen sind so niedrig wie seit 2010 nicht mehr. Die stärkste Stimmungsverschlechterung erlebte die private Altersvorsorge. Offenkundig schlägt sich die öffentliche Diskussion über Niedrigzinsen und die nicht enden wollende Kritik an der Riester-Rente immer stärker in den Einschätzungen der Sparer nieder.

76 Prozent bezweifeln, den Lebensstandard halten zu können
Der Anteil der Befragten, die befürchten, den Lebensstandard im Alter senken zu müssen, nimmt gegenüber 2015 wieder erkennbar zu und bleibt damit weiter auf hohem Niveau. So erwarten immerhin 76 Prozent, dass sie im Alter nicht den gewohnten Standard fortsetzen werden können (2015: 69 Prozent). Diese Einschätzung führt aber nicht in gleichem Maße dazu, dass durch ergänzende Vorsorge der finanzielle Spielraum im Alter ausgeweitet werden soll.

Lediglich 27 Prozent der Befragten schätzen ihre bisherige Altersvorsorge als ungenügend ein und wollen in den kommenden zwölf Monaten mehr zur Absicherung im Alter unternehmen. 43 Prozent geben hingegen an, dass sie nicht vorsorgen und daran auch in den folgenden zwölf Monaten nichts ändern werden.




Stark gesunkenes Vertrauen
Der Vorsorge-Index, der aus den Befragungen errechnet wird, fällt mit 101 auf den niedrigsten Wert seit 2009. Dieser besonders niedrige Wert ist vor allem auf eine Verschlechterung in den Bereichen „Vertrauen“ und „Erwartungen“ zurückzuführen.



Unser Lesetipp:

In der Dezember-Ausgabe von Versicherungsmagazin wird das schwierige Thema "Altersvorsorge" auch diskutiert. Unter der Überschrift "Altersvorsorge: Überliste dich selbst!" beschäftigt sich unser Autor Hans-Jörg Naumer mit diesem heiklen Thema.

Hier ein Blick ins Heft:" Wie die Rentendebatte zeigt, bleibt das von Frank Schirrmacher einst beschworene 'Methusalemkomplott' nicht nur ungelöst. Es wird durch die Negativrenditen noch verschärft. Dabei könnte Altersvorsorge so einfach sein, wenn die Erkenntnisse der Verhaltensökonomie angewandt würden. Eine Praxisstudie zeigt, wie es gehen kann. ... Gut 70 Prozent der deutschen Staatsanleihen weisen eine negative Rendite aus – erbringen also mit Sicherheit nur eines: einen Verlust. Gut nur, dass sich die Lebenserwartung nicht nach der Anleihen-Rendite richtet, sondern immer weiter steigt. Gerade im Negativrenditeumfeld wird es damit aber umso dringlicher, die Altersvorsorge anzupacken. Das hat zur Konsequenz, dass entweder mehr für das Alter zur Seite gelegt werden muss oder die Anleger bei ihrem Vermögensaufbau verstärkt auf Anlageformen wie Aktien setzen müssen. ..."

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Quelle: Deutsches Institut für Altersvorsorge GmbH (DIA); Bilder: ©DIA, knipserin /fotolia

Autor(en): versicherungsmagazin.de

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