Warum der Fachkreis "Cyber" notwendig ist

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Die Vereinigung der Versicherungsbetriebswirte (VVB) hat den Fachkreis "Cyber" gegründet. Geleitet wird er von Michael J. Steimer, Projektmanager/ -Coach Cyberversicherung, München und Berlin, sowie Danijel Basic, Underwriter Technology and Cyber Risks bei CNA Ins. Company S.A., Köln.  

Die Gründung sei notwendig, so der VVB, weil die Branchen und Produkte der Assekuranz aus eine Zeit stammten, in der Cyber-Risiken wie sie heute bestehen, noch unbekannt waren. Mittlerweile seien Cyber-Risiken an der Spitze der Geschäftsrisiken gerückt.

Eine neue Branche ist entstanden

Seit 2011 hat sich in Deutschland ein spezialisierter Cyberversicherungsmarkt etabliert, der stark wächst. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat mittlerweile ein eigenes Musterbedingungswerk für Cyber-Risiken für Gewerberisiken vorgelegt. Er habe damit unterstrichen, dass "wir es hier mit einer eigenen, neuen Branche zu tun haben, die sich zwar auch der Versicherungstechnik traditioneller Branchen wie Sach-, Haftpflicht-, Elektronik- oder Vertrauensschadenversicherung bedient, als Gesamtkonzept aber fundamental anders ist", so der VVB.

Abgesehen vom GDV gebe es wenig marktübergreifende Wissensinitiativen. Dabei sei für den Bereich Cyber ein "offener, branchenübergreifender Austausch, jenseits von individuellen Gesellschaftsinteressen" wichtig. Diese Lücke möchten die Versicherungsbetriebswirte nun schließen: Man wolle Cyber-Fachwissen bündeln und den Austausch anregen. Mit der Expertise und den Fachleuten innerhalb der VVB könne man einen Mehrwert für die gesamte Branche schaffen.

Der Fachkreis soll seine Arbeit mit der ersten Veranstaltung im Herbst dieses Jahres aufnehmen.

Autor(en): Versicherungsmagazin.de

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