E-Scooter: Erste Versicherungsprodukte sind auf dem Markt

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Zum 15. Juni 2019 soll die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) in Kraft treten. Der Nutzung von E-Scootern steht dann nichts mehr im Weg, vorausgesetzt sie sind versichert. Denn ohne Pflichtversicherung dürfen sie nicht auf öffentlichen Straßen gefahren werden. Die ersten Versicherer stehen schon mit Produkten für die elektrischen Tretroller bereit.

Die Huk-Coburg bietet ab dem 17. Juni 2019 sowohl die verpflichtende Kfz-Haftpflichtversicherung als auch eine Teilkaskoversicherung an. Für Fahrer bis zu einem Alter von 23 Jahren kostet die Kfz-Haftpflichtversicherung für das Versicherungsjahr 2019/2020 (März 2019-Februar 2020) 29 Euro, ab 23 Jahren 19 Euro. Die Leistungen sehen eine Deckung in Höhe von 100 Millionen Euro für Personen-, Sach- und Vermögensschäden je Schadenfall beziehungsweise bei Personenschäden bis zu 15 Millionen Euro je geschädigter Person vor.

Innerhalb der EU gültig

Die Teilkaskoversicherung ersetzt Schäden etwa durch Diebstahl, Raub oder Brand mit einem Selbstbehalt in Höhe von 150 Euro. Fahrer bis 23 Jahre müssen 19 Euro zahlen, ältere Fahrer zahlen 16 Euro. Die Policen können sowohl online als auch über Vermittler erworben werden.

Auch die LVM hat Policen für E-Scooter im Angebot. Die Kfz-Haftpflicht für Elektrokleinstfahrzeuge umfasst bei dem Versicherer eine Versicherungssumme von 100 Millionen Euro für Sachschäden und 15 Millionen Euro pro geschädigter Person. Der Versicherungsschutz besteht dabei grundsätzlich auch innerhalb der Europäischen Union - vorausgesetzt, dass die Scooter im jeweiligen Land auch tatsächlich gefahren werden dürfen.

Fahrer können über die LVM-Autoversicherung eine Teilkaskoversicherung mit 150 Euro Selbstbeteiligung abschließen. Diese ersetzt unter anderem Schäden durch Diebstahl und Brand, Kurzschlüsse an der Verkabelung sowie Zusammenstöße mit Tieren aller Art. Haftpflicht und Teilkasko haben jeweils eine Laufzeit von maximal einem Jahr und enden am letzten Tag im Februar. Die Haftpflichtversicherung ist zum Preis von 29 Euro erhältlich, die Teilkasko kostet 39 Euro. Liegt die Laufzeit unter einem Jahr, reduziert sich der Jahresbeitrag anteilig. Die Policen können ab sofort online oder in einer Versicherungsagentur des Unternehmens geordert werden.

Bei Abschluss bis 12 Uhr schnelle Zustellung der Plakette

Die Bayerische bietet nach eigenen Angaben ab sofort den derzeit günstigsten Tarif für E-Scooter-Versicherungen an: 27,48 Euro im Jahr oder 2,29 Euro monatlich koste die Kfz-Haftpflichtversicherung. Das Produkt sichert Elektroroller-Fahrer bis zu einer Versicherungssumme von 100 Millionen Euro für Personen-, Sach- und Vermögensschäden ab.

Bei Abschluss der Versicherung bis 12 Uhr werktags garantiert der Versicherer eine postalische Zustellung der nötigen Versicherungsplakette bereits am nächsten Werktag. Auch die Bayerische bietet eine zusätzliche Teilkaskoversicherung an. Fahrer können ihren Roller so zusätzlich gegen den Diebstahl von Fahrzeugteilen absichern. Über den Online-Beitragsrechner auf der Homepage sollen Kunden ihren individuellen Beitrag mit wenigen Klicks ermitteln.

Wann dürfen E-Scooter auf öffentlichen Straßen fahren?

Die elektrobetriebenen Kleinroller dürfen mit einer Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h von Personen ab dem 14. Lebensjahr ohne Führerschein gefahren werden. Um auf öffentlichen Straßen gefahren werden zu dürfen, müssen sie allerdings die Voraussetzungen aus der Verordnung, zum Beispiel zwei voneinander unabhängige Bremsen, erfüllen.

Ob ein E-Scooter eine Straßenzulassung besitzt, erkennen Käufer am Typenschild. Auf diesem sind die Fahrzeugart "Elektrokleinstfahrzeug" sowie die Fahrzeugidentifikationsnummer vermerkt. Mit dieser Nummer kann der E-Scooter versichert werden. Kunden sollen ihre Versicherungsplakette direkt auf ihr Fahrzeug kleben. Dies gilt als Nachweis, dass der Scooter versichert ist.

Quellen: Huk-Coburg, LVM, die Bayerische

Autor(en): Versicherungsmagazin.de

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