Die R+V krempelt ihre Arbeitswelt ordentlich um

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Die R+V stellt ihre Arbeitswelt komplett um. Die bislang gelebte Praxis, nach der die Mitarbeiter an fünf Tagen der Woche ins Büro kommen, soll es so bald nicht mehr geben. Corona macht’s möglich.

Das Modell, das der Wiesbadener Versicherer seinen Mitarbeitern anbietet, ist komfortabel und sehr an dem Wohlergehen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgerichtet. So können diese künftig aus unterschiedlichen Anwesenheitsmodellen wählen und so ein bis vier Tage pro Woche im Homeoffice arbeiten. Das sieht das Arbeitsmodell vor, dass die R+V entwickelt hat. Ergänzt wird dieses Konzept um neue Flächen-, Raum- und Medienkonzepte. Aktionen und Workshops sollen den Mitarbeitern den Einstig in die neue Arbeitswelt schmackhaft machen.

Entweder 100 Prozent Büro oder Kombi aus Homeoffice und Büro

Den ersten Schritt in diese hybride Arbeitswelt hat die R+V Versicherung nach eigenen Angaben bereits gemacht. Seit dem 1. Oktober 2021 arbeiten bundesweit alle 10.000 Innendienst-Mitarbeiter in zwei verschiedenen Anwesenheitsmodellen. Sie hatten die Wahl zwischen 100 Prozent Büro oder einer Kombination aus Homeoffice- und Bürozeiten, bei der sie zwei bis drei Tage pro Woche in die Standorte kommen. Ein Großteil von ihnen hat sich für die Variante mit Homeoffice-Anteil entschieden. Nur etwa fünf Prozent wollen ganz ins Büro zurückkehren.

Im nächsten Jahr sollen die Wahlmöglichkeiten sogar noch ausgeweitet werden. Dann können die Mitarbeiter je nach Aufgabenfeld bis zu vier Tage im Homeoffice arbeiten.

Die Grundlage für diese moderne Arbeitswelt hat der Versicherer 2020 mit dem internen Programm New Normal gestartet. Dabei wurden laut Unternehmensangaben gezielt die Erfahrungen aus der Zeit der Corona-Pandemie genutzt, um die jeweiligen Vorteile von Homeoffice und Büroalltag zu kombinieren und so ein optimales Arbeitsumfeld für die Beschäftigten zu schaffen. Die große Flexibilität hinsichtlich der Wahl des Arbeitsorts, bedeute für die Mitarbeiter eine deutlich verbesserte Work-Life-Balance, ist die R+V überzeugt.

Die richtige Antwort auf Digitalisierung und Fachkräftemangel

„Die R+V will auch künftig für qualifizierte Arbeitskräfte attraktiv sein – erst recht in Zeiten fortschreitender Digitalisierung, Fachkräftemangel sowie steigender Erwartungen bei Kunden und Mitarbeitern“, erläutert Julia Merkel, Personalverantwortliche und treibende Kraft hinter dem New-Work-Modell. Dazu gehört für sie die Möglichkeit, auch im Homeoffice arbeiten zu können, unbedingt dazu. „Wir brauchen beides: Konzentriert arbeiten können wir häufig auch sehr gut zu Hause, innovativ und kreativ sein funktioniert besser im Team, und das heißt gemeinsam vor Ort.“

Unternehmerisches Denken soll gefördert werden

Bei der Umsetzung dieser neuen Idee ist eine hohe Eigenverantwortung der Teams gefragt, denn die Einheiten sollen innerhalb der Rahmenbedingungen ihr gemeinsames New Work selbst entwickeln. „Dabei wollen wir das unternehmerische Denken fördern und durch aktive Mitgestaltung eine hohe Akzeptanz unter den Mitarbeitern erreichen. Denn nur, wenn alle mitmachen und dahinterstehen, können wir das veränderte Zusammenarbeitsmodell erfolgreich umsetzen“, ist Merkel überzeugt.

Veränderungen können nur gemeinsam bewältigt werden

„Mittelfristig werden wir weniger Büroflächen benötigen, dafür aber mehr Platz für kreative Zusammenarbeit sowie Austausch und Vernetzung“, vermutet Merkel. In welchem Maße sich neue Flächennutzungskonzepte auf die künftig benötigten Gebäude und Büroflächen auswirkt, steht noch nicht fest. Begleitet wird die Rückkehr der Mitarbeiter ins Büro mit verschiedenen Aktionen, zum Beispiel der Mitmachaktion #Lieblingsteam. An allen großen Standorte unterstreicht die Botschaft „Es gibt kein WIR ohne DICH“, dass Veränderungen nur gemeinsam gestemmt werden können. Gleichzeitig betont das Unternehmen aber damit auch, wie wichtig eine lebendige Präsenzkultur ist.

So sehen die Eckpunkte von New Work aus:

  1. Flexible Arbeitsortsmodelle, die das Arbeiten an verschiedenen Orten ermöglichen (Büro/Homeoffice)
  2. Flexible Arbeitszeitmodelle – mit effizienter Team-Präsenzzeit und individuellen Gestaltungsspielräumen
  3. Zukunftsfähiges Führungsverständnis und –verhalten, Eigenverantwortung stärken
  4. Moderne Raumkonzepte für agiles Arbeiten und neue Zusammenarbeitsformen
  5. Neue Technik – zeitgemäße Kommunikationstools, Digitalisierung von Prozessen, technische Unterstützung in der Datenauswertung und –bewertung
  6. Digitalisiertes Onboarding neuer Beschäftigter Deutlich ausgebaute Lern-, Weiterbildungs- und Gesundheitsangebote
  7. Regionales Mobilitätskonzept (stark vergünstigtes Job-Ticket für den ÖPNV, Job-Rad in Wiesbaden, Leih-Fahrräder für kurze Dienstgänge).

Quelle: R+V

Autor(en): versicherungsmagazin.dde

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