US-Versicherer steigt bei Getsurance ein

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Mit der US-amerikanischen Reinsurance Group of America (RGA) beteiligt sich erstmals ein US-amerikanischer Rückversicherer an einem deutschen Insurtech. RGAx, eine Tochtergesellschaft des Versicherers, steigt bei Getsurance ein. Das Unternehmen übernimmt die Anteile des Analysehauses Franke und Bornberg.

RGAx ist weltweit auf der Suche nach erfolgversprechenden Insurtechs. Bereits seit einem Jahr haben das Start-up und der Versicherer in der Produktentwicklung zusammengearbeitet und im Juni 2017 eine digitale Berufsunfähigkeitsversicherung auf den Markt gebracht. Das Insurtech will als nächstes eine digitale Risikolebensversicherung sowie eine digitale Pflegeversicherung auf den Markt bringen. Daneben ist die Expansion in weitere europäische Länder geplant.

Interessenskonflikte sollen vermieden werden
"Mit RGA haben wir den drittstärksten Lebensrückversicherer weltweit im Rücken, der über 40 Jahre Erfahrung in der Entwicklung und Absicherung innovativer Produkte mitbringt", kommentiert Johannes Becher, Geschäftsführer von Getsurance den Deal.

Man verfolge mit der Beteiligung das Ziel, schlankere Produkte für die Lebensversicherung zu entwickeln. "Der kompromisslos digitale Ansatz von Getsurance passt zu dieser Vision", sagt André Dreyer, Director Investments von RGAx.

Wie das Magazin "Procontra" berichtet ist ein möglicher Interessenskonflikt der Grund für den Rückzug von Franke und Bornberg. Die Analysten investierten im Jahr 2016 500.000 Euro in das Start-up. Damals sei Getsurance als Makler tätig gewesen sei, mittlerweile aber zum Produktgeber mutiert. Als Rater von Versicherungsprodukten, wolle man mit dem Verkauf der Anteile eine potenzielle Interessenkollision vermeiden.

Zur Entwicklung der Insurtech-Landschaft und Kooperationen zwischen Versicherern und Insurtechs siehe auch Boom or Bust: Die Insurtech-Szene 2018

Autor(en): Versicherungsmagazin.de

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